Einfach ich

Vor ein paar Jahren war ich an einem Punkt an dem ich gemerkt habe, dass ich müde und erschöpft war. Das ich mich selbst irgendwo auf dem Weg verloren hatte. Ich habe mich gefragt, was sich verändern muss, damit ich mich wieder wohler in meinem Leben fühle. Natürlich kamen Gedanken wie ein Jobwechsel oder andere äußere Veränderungen auf. Gleichzeitig war da dieses Gefühl, dass die eigentliche Antwort nicht im Außen liegt. Dass Veränderung dort beginnt, wo ich bereit bin bei mir selbst hinzuschauen.

Also habe ich angefangen, mich auf den Weg zu machen.

Ein wichtiger Schritt war ein Retreat zu dem ich alleine gereist bin. Das war für mich alles andere als selbstverständlich. Ich habe meine Komfortzone verlassen und mir bewusst Zeit nur für mich genommen. Dort hatte ich zum ersten Mal den Raum wirklich innezuhalten. Mich selbst wieder ein Stück kennenzulernen. Fragen zu stellen für die im Alltag oft kein Platz ist.

Während dieser Zeit bin ich auch Human Design begegnet.

Am Anfang fand ich es einfach nur spannend. Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr wurde es für mich zu einer Sprache, die mir geholfen hat, mich selbst besser zu verstehen und vieles einzuordnen, wofür ich vorher keine Worte hatte. Aus dieser Neugier wurde schließlich mehr. Ich habe die Ausbildung gemacht und angefangen immer tiefer einzutauchen. Es hat die unterschiedlichen Verhaltensweisen in eine Sprache übersetzt und es macht mir Freude die Zusammenhänge zu verstehen.

Die Frau die ich heute bin ist nicht über Nacht entstanden. Sie ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte, vieler Aha-Momente und vieler Entscheidungen immer wieder ehrlich hinzuschauen. Auch heute ist bei mir nicht alles perfekt und das muss es auch nicht sein. Das ist für
mich nicht das Ziel.

 

 Der Unterschied ist, dass ich mich selbst heute besser verstehe. Ich kann klarer kommunizieren, bewusster Entscheidungen treffen und meinem eigenen Gefühl mehr vertrauen und Raum geben. Genau deshalb glaube ich nicht an die eine große Veränderung über Nacht. Ich glaube an viele kleine Schritte, die mit der Zeit etwas Großes bewirken können. Es ist spannend, wie unterschiedlich wir denken, fühlen und Entscheidungen treffen. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich heute so gerne zuhöre, Fragen stelle und gemeinsam nach Zusammenhängen suche.

Darum begleite ich Menschen mit derselben Neugier mit der ich damals begonnen habe mich selbst besser kennenzulernen. Ich höre aufmerksam zu, stelle Fragen, schaue gemeinsam auf das, was sich hinter ihren Herausforderungen zeigt und freue mich über die kleinen Aha-Momente, die in einem Gespräch entstehen können. Mir wird oft gesagt, dass ich Ruhe ausstrahle, einen trockenen Humor habe und einen Raum schaffe in dem man einfach erzählen kann. Genau diesen Raum wünsche ich mir auch für unsere Zusammenarbeit.